Magmatische Gesteine (Magmatite)


Übersicht:

- Magmatische Gesteine (Magmatiten)

- 1. Magmatische Tiefengesteine (Plutonite)
Granit
Charnockit
Granodiorit
Diorit
Gabbro
Anorthosit
Peridotit
Syenit
Alkalisyenit
Monzonit
Foyait
Essexit

- 2. Magmatische Ergussgesteine (Vulkanite)
Rhyolith
Rhyodacit u. Dacit
Andesit
Basalt
Dolerit
Diabas
Melaphyr
Pikrit
Trachyt
Latit
Phonolith
Alkalibasalt
Tephrit u. Basanit
Nephelinit u. Leucitit
Tuffstein



Magmatische Gesteine (Magmatite)

Magmatische Gesteine werden in zwei Untergruppen unterteilt - den Tiefengesteinen (Plutonite) und den Ergussgesteinen (Vulkanite) . Es sind keine Schichtungen oder Schieferungen zu erkennen, doch haben sie häufig Einsprenglinge. Die unterschiedlichen Körnungen der Minerale sind zumeist gleichgroß. Bei großen Körnungen (ab 0,06 mm) handelt es sich in der Regel um ein Tiefengestein, wogegen es sich bei einer sehr feinen Körnung um ein Ergussgestein handelt.

Chemisch bestehen diese Gesteine hauptsächlich aus Silizium, dem zweithäufigsten Element unserer Erde. Die Salze und Ester des Siliziums (Silikate) verwandeln sich, wenn sie von über 1000° Celsius abkühlen.

Magmatische Gesteine, wie Granit, zeichnen sich unter anderem durch Ihren hohen Härtegrad aus. Sie gehören zu den härtesten Materialien überhaupt. Aber auch gegen Säuren sind sie äußerst resistent. Quarz sichert die Festigkeit, Feldspat bestimmt die Farbe, Biotit beeinflußt die Verwitterungsanfälligkeit.


Aufgrund Ihrer Härte kann man magmatische Gesteine, wie Granit, nur mit ganz speziellen Diamantwerkzeugen bearbeiten. Diese Eigenschaften bieten für Sie die Möglichkeiten, Böden im Innen- und speziell im Außenbereich auszustatten, die extremen Belastungen ausgesetzt werden sollen. Basteln oder auch das alltägliches Zubereiten von Lebensmitteln beim Kochen, das auf mancher Oberfläche unschöne Spuren hinterlässt, können einem Granit wenig anhaben. Magmatische Gesteine wie Granit sind neben Ihrer Beständigkeit und Resistenz sehr vielfältig bezüglich ihres Aussehens und von anziehender Schönheit und Eleganz. Darum findet er immer häufiger Anwendung in den verschiedensten Bereichen.
Folgend werden die chemischen Zusammensetzungen und optischen Unterscheidungsmerkmale der Tiefengesteine ( Granit , Charnockit , Granodiorit , Diorit , Gabbro , Anorthosit , Peridotit , Syenit , Alkalisyenit , Monzonit , Foyait , Essexit ) und der Ergussgesteine ( Rhyolith , Rhyodacit u. Dacit , Andesit , Basalt , Dolerit , Diabas , Melaphyr , Pikrit , Trachyt , Latit , Phonolith , Alkalibasalt , Tephrit u. Basanit , Nephelinit u. Leucitit , Tuffstein ) bezüglich Ihres Aussehens, Zusammensetzung und Verwendungsgebiete ausführlich dargestellt.

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1. Magmatische Tiefengesteine (Plutonite)

Tiefengesteine sind in ihren technischen Eigenschaften besonders hochwertig. Sie finden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich Anwendung. Ihre Verlegung sollte nur unter Verwendung von kunststoffvergüteten Klebstoffen stattfinden. Zusätzlich ist bei hellen Materialien auf der Rückseite eine Dichtschlämme zur Vermeidung von Verfärbungen und Verfälschungen ihres Farbbildes etc. aufzutragen. Oftmals werden sonst auch die Zahnungen des Klebebetts nach der Verlegung sichtbar. Ausführliche Informationen um Thema Verlegung von Natursteinen finden Sie hier .

Graue Tiefengesteine können sich durch Mineralumwandlungen nach der Verlegung gelblich verwandeln. Gelbliche Gesteinsorten verfärben sich beim Flammen der Natursteinoberfläche leicht rot.

Gesteinssorten mit niedrigem Quarzgehalt (Gabbros und Syenite) sind nicht so abriebsfest (politurbeständig) wie die anderen magmatischen Gesteinssorten. Hier sollte von einer Verlegung, dieser auf hochglanzpolierten Gesteinssorten, in stark frequentierten Bereichen abgesehen werden.

Tiefengesteine sind ein gepresstes Vulkangestein. Sie entstehen, wie metamorphe Gesteine, in der Tiefe der Erdkruste, wenn Lava unter hohem Druck erkaltet. Tiefengesteine werden aufgrund ihres Materialbestandes, optisch relativ leicht nachvollziehbar, unterschieden.

Folgend werden die chemischen Zusammensetzungen und optischen Unterscheidungsmerkmale der Granite , Charnockite , Granodiorite , Diorite , Gabbros , Anorthosite , Peridotite , Syenite , Alkalisyenite , Monzonite , Foyaite u. Essexite bezüglich Ihres Aussehens, Zusammensetzung und Verwendungsgebiete ausführlich dargestellt.

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Granite kann man sehr einfach erkennen. Granite sind wie alle Plutonite holokristallin und haben eine richtungslose Gefügestruktur. Ihre Gefügetruktur ist zumeist mittel- bis grobkörnig und nicht dunkel, da sie hauptsächlich aus hellen Mineralen bestehen.
Granite sind saure, leukokrate, Tiefengesteine. Sie bestehend hauptsächlich aus den hellen (felsischen) Gemengeteilen Alkalifeldspat (30-65%), Plagioklas (<=30%), Quarz (15–40%), und dem dunklen (mafischen) Gemengeteil Biotit (bis zu 10%). Häufig tritt neben den Glimmer Biotit auch Muskovit auf (Zweiglimmergranit!), gelegentlich kommt Amphibol, seltener Pyroxen hinzu. Pyroxenführende Granite werden Charnockite genannt.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Charnockite sind grünlichgrau und dem Granit sehr ähnlich. Sie besitzen eine mittel- bis grobkörnige Gefügestruktur, die wegen ihres häufig gemeinsamen Vorkommens mit Noriten und Anorthositen zu den magmatischen Gesteinen gestellt werden. Ursprünglich waren sie als besondere Typen eines Hypersthengranulits definiert. Zum Mineralbestand heller Charnockite gehören neben Alkalifeldspat und Quarz auch untergeordnet Plagioklas und Pyroxen (Hypersthen). Gelegentliches Auftreten von Granat weist auf eine metamorphe Überprägung hin.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Granodiorite haben eine hell- bis dunkelgraue Farbe und sind dem Aussehen der Granite sehr ähnlich. Ihre Mineralanteile sind jedoch dunkler und ihre Gefügestruktur sind zumeist mittel- bis feinkörnig.
Granodiorite sind leukokrat. Sie bestehend hauptsächlich aus den Gemengeteilen Plagioklas (30-50%), Alkalifeldspat (10-30%), Quarz (15-30%), Biotit und Hornblende (5-20%). Der Granodiorit besitzt im Vergleich zum Granit mehr Plagioklas als Alkalifeldspat, dessen Anteil bis auf 10% zurückgeht. Mit der Erhöhung des Volumenanteils von Plagioklas nimmt auch der Gehalt an dunklen Gemengteilen zu, wie Biotit und/oder Hornblende und in selteneren Fällen Augit. Weil fließende Übergänge zu Granit bestehen, ist eine Unterscheidung zwischen Granit und Granodiorit am Probestück oft nicht eindeutig möglich.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Diorite werden in ihrem Farbbild durch ihre graugrünen bis fast schwarzen Mineralanteile bestimmt. Ihre Gefügestruktur ist meist klein- bis mittelkörnig.
Dieses mesotype Tiefengestein bestehet hauptsächlich aus den Gemengeteilen Plagioklas (30-60%) und Hornblende (20-35%).
Alkalifeldspat und Quarz sind zumeist nicht vorhanden oder sie haben zusammen einen Anteil von weniger als 5% am Gesamtvolumen des Gesteins. Als Nebengemengeteile weisen Diorite u.a. Biotit und Erzmineralien wie Ilmenit und Magnetit auf. Quarzreichere Diorite haben die Bezeichnung Quarzdiorite oder auch Tonalite.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Gabbros haben etwas dunklere Mineralanteile als Diorite . Die Farbpalette der Gabbros reicht von weißgrau, schwarzgrau, grünlichgrau, bräunlichgrün, dunkelgrün bis hin zu olivgrün. Sie sind in ihrer Gefügestruktur meist mittel- bis grobkörnig. Gabbros sind ein basisches, mesotypes bis melanokrates Tiefengestein.
Zum Haupteil besteht der Gabbro aus einem Gemenge von Plagioklas (40-70%) und Pyroxen (15-45%). Olivin kann einen Anteil von bis zu 30% betragen. Quarz tritt nur selten und wenn in geringen Mengen (0-5%) auf. Häufig auftretende Nebengemengteile sind Erzmineralien wie Magnetit, Magnetkies und Ilmenit.
Eine Variation des Gabbro sind der Norit und Hyperit. Sie beinhalten rhombische Pyroxene von Bronzit bis Hypersthen. Zur Gabbro-Gruppe zählt ebenso die Anorthosite .
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Anorthosite gehören der Gruppe der Gabbros an. Ihre Farbe ist hell- bis dunkelgrau und sie besitzen ein labradorisierendes (irisierendes) Farbenspiel mit einer zumeist grobkörnigen Gefügestruktur.
Die Anorthosite sind ein hololeukokrate Tiefengesteine und bestehen aus calciumreichem Plagioklas (>=90%). Als Nebengemengteile treten Pyroxen und Erzmineralien auf.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten.

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Peridotite sind schwarz und weisen eine mittelkörnige Gefügestruktur auf.
Sie sind ultrabasische, holomelanokrate Tiefengesteine und bestehen zum Hauptteil aus den Gemengenteilen Pyroxen (5-30%) und Olivin (40-90%). Das Olivin ist jedoch meistens in Serpentin umgewandelt. Nebengemengeteile sind Erzmineralien wie Magnetit und Chromit.
Eine Variation des Peridotit ist der Dunit. Der Dunit besteht zu mehr als 90 % aus Olivin.
Verwendung: Bödenbeläge, Wandbekleidungen, Massivarbeiten

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Syenite haben eine mittel- bis grobkörnige Gefügestruktur und sind in ihrem Aussehen sehr unterschiedlich. Man kann sie jedoch an ihrem sehr geringen Quarzanteil (stets <5%) und den auffällig schimmernden Felspaten bei den Labradoriten von den anderen magmatischen Tiefengesteinssorten gut unterscheiden. Da die weiß bis milchiggrau wirkenden Mineralbestandteile in den anderen magmatischen Gesteinsorten zumeist stärker auftreten, können sie von diesen leichter unterschieden werden. Die Farben der Syeniten reichen von graurot, rot, bräunlichgrau, grünlichgrau, grau bis hin zu dunkelgrau.
Syenite sind mesotype Tiefengesteine und bestehen zum Haupteil aus den Gemengenteilen Alkalifeldspat (50-90%) und Amphibol (<=20%). Die Bestandteile Plagioklas, Pyroxen, Biotit, Foide (Nephelin) und Quarz betragen zusammen stets unter 5% des Gesamtvolumens. Als Nebengemenge treten die Teile Magnetit, Apatit, Zirkon und Titanit auf.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.

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Alkalisyenite gehören zu der Hauptgruppe der Syeniten und weisen zumeist eine grobkörnige und richtungslose Gefügestruktur auf. Die Farben der Alkalisyenite sind grau bis bläulichgrau. Sie besitzen ein labradorisierendes Farbenspiel.
Ihr Gemenge bestehen zum Großteil aus hypidiomorpher Alkalifeldspat (Anorthoklas) und Pyroxen. Der Quarzanteil dieser Gesteinsart liegt unter 5% des Gesamtvolumens. Eine Variation der Alkalisyeniten ist der Larvikit (90% Anorthoklas) aus Südnorwegen.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten.

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Monzonite weisen eine zumeist mittelkörnige Gefügestruktur auf. Ihre Grundfarben reichen von rötlich bis grau hin zu grünlich schimmernd.
Diese mesotypen Tiefengesteine bestehen zum Hauptteil aus den Gemengenteilen Plagioklas (40-60%), Alkalifeldspat (15-35%), Hornblende, Pyroxen und Biotit (zusammen zwischen 10 u. 20%). Monzonit besitzt im Vergleich zum Syenit mehr Plagioklas als Alkalifeldspat.
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten.

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Foyaite weisen eine mittel- bis grobkörnige Gefügestruktur auf und sind blau mit hellen Färbungen und gräulichbraunen Kristallen.
Das mesotype bis melanokrate Tiefengestein ist quarzfrei und besitzt zum Haupteil die Gemengeteile Alkalifeldspat (20-70%), Pyroxen (5 -50%) und die Foide Nephelin, Leucit und Sodalith (20-40%). Die nephelinreiche Variante des Foyaiten heißt Nephelinsyenit (grau mit weißen Färbungen und dunkelgrauen bis schwarzen Kristallen) und weist gegenüber Alkalisyenit stärkere Unterkieselungen auf.
Werden zum Hauptteil Foide (Feldspatvertreter) ausgeschieden, so entstehen Foidolithe die als eigenständige Gesteinfamilie betrachtet werden, jedoch im Aussehen (Farbe u. Gesteinsstruktur) den Foyaiten sehr ähnlich sind.
Foyaite u. Foidolithe sind wegen ihres Gehaltes an Foiden nicht säure- u. laugenbeständig und daher nicht nicht für Arbeiten im Außenbereich geeignet.
Verwendung: Boden- und Wandfliesen in der Innenarchitektur.

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Essexite weisen eine satt- bis dunkelgraue, mittel- bis grobkörnige Gefügestruktur auf.
Das Tiefengesteine besteht hauptsächlich aus den Gemengenteilen Plagioklas (25-35%), Alkalifeldspat (10-15%), Nephelin (ca.10%) und Pyroxen (30-40%). In seltenen Fällen treten auch die Mineralien Amphibol, Biotit und Olivin auf.
Verwendung: Bodenbeläge und Wandbekleidungen in der Innenarchitektur.

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2. Magmatische Ergussgesteine (Vulkanite)

Erdgussgesteine sind den Tiefengesteinen in ihren technischen Eigenschaften sehr ähnlich und ihre Einteilung erfolgt ebenfalls bezüglich ihrer Mineralbestandteile. Sie sind jedoch aufgrund ihrer kleineren Blockgrößen nur in entsprechend kleineren Formaten erhältlich und deshalb schwerer zu bemustern. Zusätzlich wird die optische Zuordnung durch die kleineren Körnungen der Gefügestrukturen der Ergussgesteine erschwert.
Die häufig auftretenden und völlig unterschiedlichen Einsprenglingen sind in den Ergussgesteinen nicht zu vermeiden und gehören zu ihren Charakteren.

Folgend werden die chemischen Zusammensetzungen und optischen Unterscheidungsmerkmale der Rhyolith , Rhyodacit u. Dacit , Andesit , Basalt , Dolerit , Diabas , Melaphyr , Pikrit , Trachyt , Latit , Phonolith , Alkalibasalt , Tephrit u. Basanit , Nephelinit u. Leucitit u. Tuffstein bezüglich Ihres Aussehens, Zusammensetzung und Verwendungsgebiete ausführlich dargestellt.

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Rhyolith (Quarzporphyr / Porphyr) entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung den Graniten . Optisch kann der Porphyr durch seine deutlich sichtbaren Einsprenglinge aus Alkalifeldspat, Plagioklas und Quarz unterschieden werden. In ihrer Ausbildung sind sie massig oder plattig.
Die Rhyolithen haben rote, rotgraue und rot- bis grauviolette Farben.
Rhyolithe sind Ergussgesteine, dessen Grundmassen holokristallin oder ganz bzw. teilweise glasig sein können. Ihr Gemenge besteht aus den gleichen Teilen, die auch als Einsprenglinge in den Gesteinen vorkommen.
Rhyolithische Schmelzen weisen beim Erreichen der Erdoberfläche eine Temperatur von 950 - 750°C auf.
Verwendung: Pflastersteine, Bodenbeläge, Mauersteine.

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Rhyodacite u. Dacite sind Ergussgesteine mit einer hell- bis mittelgrau, rötlichen Farbe. Sie sind äquivalent zu den quarzreichen Dioriten Quarzdiorit / Tonalit und Granodioriten . In ihrer dichten Grundmasse kommen Einsprenglinge von Plagioklas und Quarz vor. Ihr Gemengeteil besteht überwiegend aus Hornblende.
Verwendung: Bodenbeläge, Pflastersteine.

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Andesite sind rotbraune und graue Ergussgesteine. Sie sind Äquivalente des Diorit und beinhalten als Hauptgemenge natriumreiche Plagioklas und Hornblende. Ihre Einsprenglinge bestehen aus Plagioklas, Hornblende und Biotit.
Der mitteleuropäische Andesit ist auch unter den Namen Porphyrit bekannt.
Verwendung: Pflastersteine.

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Basalt o. Tholeiitbasalt (Tholeiit / Feldspatbasalt) ist in seinem Farbbild dunkelgrau bis schwarz. Seine Gefügestruktur ist sehr feinkörnig und dicht. Grobkörnigere Tholeiitbasalte heißen Dolerit . Der Basalt ist ein basisches Ergussgestein und besteht aus den Hauptgemengeteilen Augit und calciumreichen Plagioklas.
Er besitzt, ähnlich dem Porphyr, Einsprenglinge aus Plagioklas und Pyroxen, die jedoch grünlich oder bräunlich wirkenden. Weitere Gemengeteile sind Erzmineralien und häufig Olivin. Bezüglich seiner chemischen Zusammensetzung ist er dem Tiefengestein Gabbro sehr ähnlich.
Basalte sind wegen ihrer sehr porigen Oberfläche schwer zu verfugen und es tritt manchmal nach der Verfugung ein sog. Sonnenbrandeffekt auf. Unter Sonnenbrandeffekt versteht man eine Vergrößerung des Volumens und einen damit verbundenen, teilweisen Aufbruch des Materials.
Basalte weisen keine hohe Abriebsbeständigkeit (Politurresitenz) auf und sind im polierten Zustand nicht für Arbeiten in hoch frequentierten Bereichen geeignet. Basalte mit Olivingehalt sind nicht säurebeständig und daher nicht für den Außenbereich geeignet.
Verwendung: Pflastersteine, Bodenplatten.

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Dolerit ist eine Varietät des Ergussgesteins Tholeiitbasalt . Jedoch ist er in seiner Gefügestruktur grobkörniger. Der Dolerit ist das Zwischenglied von Tholeiitbasalt (Feldspatbasalt) und Gabbro .
Verwendung: Bodenbeläge, Fassadenplatten.

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Diabase sind dunkelgrün bis schwarzgrün, dicht bis mittelkörnig und oftmals schiefrig entwickelt. Grobkörnigere Diabase weisen sperrige Feldspatleisten im Gefüge auf. Das vergrünte Ergussgestein Diabas ist ursprünglich tholeiitbasaltischer Zusammensetzung.
Die Epidotbildung in den Feldspäten, die Bildung von Chlorit und sekundärer Hornblenden aus den Augiten ist auf das Vergrünen des Diabas zurückzuführen. Dieser Vorgang heißt Anchimetamorphose und ist eine Vorstufe zur Metamorphose.
Durch seine Feldspateinsprenglinge weist dieser Naturstein oftmals ein porphyrisches Gefüge auf. Die Gesteine Diabase und Melaphyre werden in den sog. Paläobasalten zusammengefasst.
Verwendung: Bodenbeläge, Fassadenplatten.

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Melaphyre sind schwarz, violett und rötlichbraun. Sie haben ein dichtes bis feinkörniges, oftmals auch porphyrisch ausgebildetes Gefüge. Das Ergussgestein Melaphyr ist tholeiitbasaltischer Zusammensetzung. Die Gesteine Melaphyre und Diabase werden in den sog. Paläobasalten zusammengefasst, doch weisen Melaphyre im Gegensatz zu den Diabasen keine Vergrünungen auf.
Melaphyre haben sehr häufig Blasenhohlräume. Diese Hohlräume sind mit Mineralen wie Kalkspat, Delessit (chloritähnlich), Quarz und Chalcedon (Achat) aufgefüllt.
Verwendung: Pflastersteine.

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Pikrite (Paläopikrite) haben eine dunkelgraue bis schwarze Farbe und haben ein fein- bis grobkörniges Gefüge. Pikrite sind holomelanokrate, ultrabasische Ergussgesteine. Häufig weisen Sie ein porphyrisches Gefüge auf.
Pikrit setzt sich in seinen Hauptgemengeteilen aus den Mineralien Olivin (überwiegend in Serpentin umgewandelt) und Klinopyroxen (Augit) und untergeordnet Orthopyroxene (Bronzit), Hornblende und Biotit zusammen. Ebenfalls auftretende Gemengteile sind Apatit, Magnetit und Chromspinell. Verwendung: Massivarbeiten.

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Trachyt ist hellgrau bis rötlich und weist eine typisch porphyrische Struktur auf. Trachyt ist ein Ergussäquivalent des Syenit und besitzt häufig eine poröse und deshalb raue Oberfläche. Ihre Grundmassen beinhalten die Kristalle Sanidin (Alkalifeldspat) und natriumreichem Plagioklas (Oligoklas). Ferner beinhaltet Trachyt schwarze prismatische Hornblenden oder Biotit, in seltenen Fällen auch Augit.
Verwendung: Bodenbeläge, Fassadenplatten, Massivarbeiten, Mauersteine

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Latite sind hell- bis mittelgraue Natursteine und weisen eine feinkörnige bis dichte Gefügestruktur auf. Die verwandten Ergussgesteine der Andesiten sind ein Äquivalent der Monzoniten . Die Teile ihres Hauptgemenge sind Plagioklas, Sanidin und Pyroxen. Nebengemengteile sind Hornblende und Biotit. In der Grundmasse finden sich Einsprenglinge aus Plagioklas, Sanidin und Pyroxen.

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Phonolithe sind bräunlich, grau bis grünlichgrau und weisen eine dichte bis feinkörnige, oftmals auch porphyrische Gefügestruktur auf. Das Ergussgestein besteht aus Alkalifeldspat (zumeist Sanidin), Nephelin und weiteren Foiden. Der Gehalt an Nephelin bewirkt den kennzeichnenden Fettglanz dieser Natursteine. Zusätzlich beinhalten sie zumeist natronreiches Augit. Die Einsprenglinge wie die Grundmasse werden durch diese Gemengteile gebildet. Oftmals finden sich auch Hornblenden in Form schwarzer Prismen und dünnplattige Phonolithe als Einsprenglinge wieder.
Phonolithe sind nur bedingt säurebeständig. Sie sind daher für Arbeiten im Außenbereich bezüglich ihrer Säurebeständigkeit zu prüfen.
Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Massivarbeiten.

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Alkalibasalte ( Tephrite u. Basanite ) haben eine rotbraune bis schwarzgraue Farbe und weisen in der Regel eine dichte bis feinkörnige, manchmal auch porphyrische Gefügestruktur auf. Sie kommen jedoch auch in großporigen, porös-blasigen Gefügestrukturen vor und heißen dann „Basaltlava“.

Die melanokraten Ergussgesteine unterscheiden sich chemisch nur durch ihren höheren Gehalt an Alkalimetallen vom Tholeiitbasalt . Hauptgemengeteile sind vor allem Natrium, Aluminium, Silizium und Foide.
Alkalibasalte sind in die Gesteinssorten der olivinfreien Tephrite und olivinführenden Basanite eingeteilt. Gröbkörnigere Gefügestrukturen haben wie bei den Tholeiitbasalten die Bezeichnung Dolerit .

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Tephrite u. Basanite sind dunkle, rotbraune bis schwarzgraue Ergussgesteine und weisen eine dichte bis poröse Gefügestrukture auf.
Tephrite bestehen aus den Hauptgemengeteilen Plagioklas, Foide (Leucit, Nephelin), Pyroxen und Amphibol.
Basanite bestehen aus den Hauptgemengeteilen Plagioklas, Foide (Leucit, Nephelin), Pyroxen, Amphibol und Olivin mit einem Gehalt von mehr als 10% vom Gesamtvolumen.
Verwendung: Bodenbeläge, Blockstufen, Fassadenplatten.

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Nephelinite u. Leucitite sind dunkelgraue bis schwarze Ergussgesteine und weisen eine dichte bis poröse Gefügestruktur auf. Sie kommen jedoch auch als Varietäten in großporigen, porös-blasigen Gefügestrukturen vor und heißen dann „Basaltlava“ . Nephelinite und Leucitite sind Äquivalente der Foidolithen .
Die Gemengeteile der Nepheliniten und Leucititen weisen weitestgehend keinen Feldspat auf. Nephelinit und Leucitit beinhalten fast ausschließlich Nephelin bzw. Leucit als helle und lediglich Pyroxen als dunkle Gemengeteile auf.
Verwendung: Bodenbeläge, Blockstufen.

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Tuffstein ist ein verfestigtes vulkanisches Auswurfsprodukt. Er weist stark variierenden Korngrößen und unterschiedliche mineralische Zusammensetzung auf. Tuffsteine treten in gräulichen, grünlichen, gelblichen, rötlichen und violetten Färbungen auf.
Nach der Zugehörigkeit zu den jeweiligen Vulkaniten werden z.B. Andesittuffe, Basalttuffe, Diabastuffe, Phonolithtuffe, Rhyolithtuffe, Trachyttuffe usw. unterschieden.
Diabastuffe, die häufig schiefrig entwickelt sind, bilden den Hauptteil der Schalsteine des Devons der deutschen Mittelgebirge.
Verwendung: Fassadenplatten und Massivarbeiten.

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